Nach einigen kleineren regionalen Erfolgen als Sänger von Coverversionen, entschloss sich Michel Villa 1976 an einer Aufnahmeprüfung für angehende Schauspielschüler, u.a. mit der heutigen Oberwalliser Schauspielerin Hannelore Sarbach ("Die schwarze Spinne") teilzunehmen. Jedoch ohne grossen Erfolg: Michel Villa fiel in hohem Bogen durch die Prüfung! Noch im selben Jahr schrieb die Schweizer Tageszeitung "Blick" ein nationaler Nachwuchs-Interpreten-Wettbewerb aus. Michel Villa nahm mit dem Udo Jürgens Song "Immer wieder geht die Sonne auf" daran teil und belegte den 4. Platz. Ein Journalist schrieb damals: "Da kam ein junger Mann aus dem Wallis und sang 'immer wieder geht die Sonne auf' und seither sah das Wallis die Sonne nie wieder." Ganz so recht sollte dieser Journalist nicht bekommen, denn ca. 10 Jahre später war Michel Villa bei derselben Veranstaltung der Stargast!
Noch lange bevor Polo Hofer mit dem "Kiosk" einen Hit landete, hatte Peter Reber die Idee mit Michel Villa eine Dialekt-Nummer zu produzieren. Daraus entstand der erste grosse Single-Hit "Dr Tiifel isch gstorbu", der es im Juli 1977 bis auf Platz 13 der Schweizer Hitparade schaffte. Im selben Jahr schafften es neben Michel Villa einzig noch Pepe Lienhard mit "Swiss Lady", Polo Hofer mit "Kiosk" und Peter, Sue und Marc mit "Mountain man" in die Schweizer Hitparade. Dieser sensationelle Erfolg verdankte Michel Villa der Novität auf "Wallisertiisch" zu singen und einem Auftritt in der Samstagabend-TV-Sendung "Im Doppelten Engel" mit Ines Torrelli und Rosemarie Pfluger.
1980 erschien seine zweite von Peter Reber produzierte LP "Müsig fär Jungi
und Alti". Diese LP konnte leider nicht mehr ganz an die frühen Erfolge
anknüpfen. Michel Villa und Peter Reber trennten sich.
1983 erschien mit "Säg, häsch mi nu gäru?" bereits die
dritte LP, vertrieben bei Activ-Records, dem Label vom "Trio Eugster".
In diesen Jahren absolvierte Michel Villa in der ganzen ganzen Schweiz
enorm viele Auftritte. In seiner Freizeit engagierte er sich in seiner
Region, vor allem in Jugendvereinen, in der Jungwacht und im Blauring.
Hier lernte Michel Villa den richtigen Umgang mit Kindern. Dies half ihm
zweifelsohne beim Casting des Schweizer Fernsehens, als diese für eine
TV-Jugend-Spielshow einen Moderator suchten. So wurde er zum Moderator
der Spielshow "Mikado", die zwischen 1985 und 1990 monatlich ausgestrahlt wurde. Ursprünglich wurde diese Sendung nur für
zwei Jahre geplant, wurde aber aufgrund des enormen Erfolgs um drei
Jahre verlängert. 1986 erschien seine vierte LP unter dem Namen
"Mikado". Darauf enthalten war neben dem Titelsong zur Spielshow auch
einer der schönsten Villa-Songs, nämlich der "Ziginerbüäb", welcher er
zusammen mit dem ehemaligen Buckelpisten-Fahrer Jürg Biner schrieb.
1992 veröffentlichte Michel Villa mit "Knall auf Fall" seine
bereits achte Produktion. Die CD, auf welcher auch Ex-TV-Moderatorin
Sandra Studer mitsang, wurde in Hochdeutsch produziert und beinhaltete
unter anderem auch den Hit "Pingu".
1996 erschien seine bislang letzte CD unter dem Namen "Wälthits Walliser
Art". Darauf enthalten sind 15 Welthits, von "Killing me softly", über
"Moviestar" bis "Let's twist again" - allesamt auf Walliserdeutsch. Bei
dieser Produktion wurde vor allem auf die phonetische Gleichheit zum
Orginial geachtet. So wurde beispielsweise aus dem Abba-Song "Waterloo"
"Wasserklo", aus "Monday, Monday" "Landey, Landey" oder aus "Yellow
River" "Velofiäber".